Alumni https://fww.htwk-leipzig.de/fakultaet/alumni/?type=787 de-de Thu, 19 May 2022 13:37:29 +0100

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news-4899 Thu, 28 Apr 2022 17:30:00 +0200 Die Fakultät Wirtschafts­wissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen trauert um Bärbel Bennecke https://fww.htwk-leipzig.de/no_cache/fakultaet/alumni/alumni-nachrichten-der-fww/nachr-details-alumni/einzelansicht/artikel/4899/ Unsere ehemalige Mitarbeiterin Bärbel Bennecke ist zu unserem großen Bestürzen am 9. April 2022 im Alter von nur 69 Jahren verstorben, was uns alle sehr, sehr traurig stimmt.

Nach ihrer Ausbildung bei der Leipziger Sparkasse und Elternzeit begann Bärbel Bennecke im Februar 1980 ihre Tätigkeit an unserer Vorgängereinrichtung, der Technischen Hochschule Leipzig, und setzte ihre Arbeit nahtlos an der HTWK fort. Dort war sie „das Prüfungsamt“ unserer Fakultät als Person und auch als Institution. Generationen von Studierenden und Mitgliedern des Kollegiums hatten viel mit ihr zu tun.

Frau Bennecke hatte immer ein offenes Ohr für alle und stand mit Rat und Tat zur Seite. Viele Studierende werden von ihr gehört haben, dass die, „die lesen können, klar im Vorteil sind“, wenn es um prüfungsrechtliche Fragen ging, weil sie oftmals damit haderte, dass Studierende die Prüfungsordnungen nicht gelesen hatten. In ihrer bisweilen burschikosen Art half sie aber allen, die anfragten weiter. Denen, die vergaßen anzuklopfen, gab sie entsprechende „Hinweise“ und schon wurde das Ganze nochmals von vorn gestartet. Bei mehr als einem halben Dutzend Enkelkindern war sie in Übung, etwaig nachlässigen Umgangsformen anderer entsprechend zu begegnen, was viele gewiss nicht vergessen werden. Das änderte aber nichts daran, dass sie sich immer Zeit für die Probleme anderer nahm und kreative Lösungen für die Studierenden ersann, die es ihr dann auch dankten. Gleiches gilt für ihre Kolleginnen und Kollegen an der Fakultät, die sie bei allen das Prüfungsamt betreffenden Fragen unterstützte.

Unvergessen bleiben auch Frau Benneckes grandiose Organisationen von Feiern aller Art, die sie für die Fakultät koordinierte: Sie bereitete Salate zu, ihr Mann grillte, wir haben viele schöne Stunden miteinander verbracht.

Mit Beginn des Jahres 2017 trat sie in den wohlverdienten Ruhestand, blieb aber der Fakultät zum Glück erhalten: Bis in das Frühjahr 2018 half sie tatkräftig bei der Umstellung vom dezentralen, fakultätseigenen Prüfungsamt zum zentralen Prüfungsamt der HTWK mit und sorgte für einen reibungslosen Übergang. An der Fakultät war es ein geflügeltes Wort, dass Frau Bennecke vom Prüfungsamt und der damalige Dekanatsrat nie zeitgleich Urlaub nehmen dürften, da der Fortbestand der Fakultät dann nicht mehr gewährleistet sei, da sie die Abläufe stark prägten. Mit der guten Einarbeitung der neuen Kollegen und deren großem Engagement haben wir diese Hürde zumindest gemeistert.

Viele waren mit Bärbel Bennecke auch in den letzten Jahren privat verbunden und auch sie hielt die Verbindung immer aktiv aufrecht. Umso schmerzlicher wird der Verlust von Frau Bennecke empfunden. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren und sind in Gedanken bei ihrer Familie.

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news-4859 Mon, 11 Apr 2022 07:54:43 +0200 Die Fakultät Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen trauert um Prof. Dr. rer. oec. Peter Uecker https://fww.htwk-leipzig.de/no_cache/fakultaet/alumni/alumni-nachrichten-der-fww/nachr-details-alumni/einzelansicht/artikel/4859/ Am 23. März 2022 verstarb unser hochgeschätzter Kollege Prof. Dr. Peter Uecker im Alter von 80 Jahren.

Peter Uecker wurde am 11. Mai 1941 in Penzlin, Mecklenburg-Vorpommern geboren. Auch wenn seine Familie im Jahre 1949 nach Eutin in den „Westen“ ging und er später in Nürnberg wohnte, blieb Penzlin zeitlebens seine Heimat. 1962 beendete er eine Lehre als Außenhandelskaufmann in Hamburg. Die Faszination für fremde Kulturen entstand bereits in dieser Zeit durch einen längeren Aufenthalt in Sierra Leone. Von 1962 bis 1967 war er Student der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend absolvierte er bis 1971 ein Doktorandenstudium an der Ruhr-Universität Bochum und schloss es mit seiner Promotion ab. Danach setzte er seine akademische Laufbahn am Lehrstuhl für Steuerlehre bei Prof. Dr. Anton Heigl an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg fort. Durch seine erfolgreiche Publikationstätigkeit und engagierte Betreuung von Studierenden und Doktoranden erwarb er sich große Verdienste und wurde 1980 zum Akademischen Direktor ernannt.

Im Jahre 1994 wurde Peter Uecker zum Professor für Rechnungswesen und Controlling an den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der HTWK Leipzig berufen. In seinen Erinnerungen hielt er fest, dass damit die für ihn „glücklichsten Jahre, diese Leipziger“ begannen. Er war ein leidenschaftlicher Hochschullehrer: überaus kompetent in Theorie und Praxis, geschätzt von Fachkolleginnen und -kollegen, verehrt von den Studierenden, mit denen er nicht nur in den Hörsälen und Seminarräumen zusammenkam, sondern bis zuletzt von gemeinsamen Begegnungen im „Kitchen“ und „Stelzenhaus“ schwärmte. Indem er als Gastprofessor sein Wissen auch an Studierende in England und Finnland vermittelte, förderte er aktiv die internationale akademische Zusammenarbeit. Ihm war es ein Herzensanliegen, einen Studiengang Internationales Management zu etablieren. Im Jahre 1999 war er Mitbegründer des Arbeitskreises Controlling-Professuren an Hochschulen (AKC), der bis heute ein wichtiges wissenschaftliches Arbeitsgremium geblieben ist.

Von 2000 bis 2005 bekleidete er das Amt des Dekans. Mit hoher Verantwortung und sprühendem Ideenreichtum setzte er sich für das Gedeihen der Fakultät und der Hochschule in. In Würdigung seiner besonderen Verdienste wurde ihm im Oktober 2006 die Jakob-Leupold-Medaille, die höchste Auszeichnung der Hochschule, verliehen.

Auch nach seinem Abschied von der HTWK blieb Professor Uecker dem Dienst an der Hochschule treu. Mit seiner Frau zog er nach Amman und setzte seine Erfahrungen kraftvoll für den Aufbau der Deutsch-Jordanischen Universität (DJU) ein. Er wurde als erster Dekan der Wirtschaftsfakultät verpflichtet und danach als Vizepräsident der DJU berufen. In seinen Erinnerungen schrieb er: „Die Entscheidung, in der Hochschule für mein ganzes Leben zu bleiben – wahrscheinlich der schönste Beruf, den man haben kann.“

Dass Peter Ueckers Frau bereits 2014 nach schwerer Krankheit starb, war ein harter Schicksalsschlag für ihn. Er hielt daran fest, die Musik, insbesondere die im Leipziger Gewandhaus, zu lieben, Freundschaften zu pflegen und Reisen zu unternehmen. Mit beständiger Tatkraft unterstützte er einen jungen Somalier und sicherte so dessen Berufsausbildung als Altenpfleger.

Peter Uecker ist tot. Für seine Leipziger Fakultät bleibt er als hervorragender Wissenschaftler, vorbildlicher Kollege, prägende Persönlichkeit und liebenswerter Mensch in lebendiger Erinnerung.
 

Autor und Kollege im Ruhestand

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