Rückblick: Die 13. Fachtagung widmete sich unter anderem dem Spannungsfeld Künstlicher Intelligenz in der Energie- und Gebäudetechnik
Zur 13. Fachtagung Energie- & Gebäudetechnik kamen am 4. Juni 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Lehre sowie Fachinteressierte zum Austausch über energetische und gesellschaftliche Themen, Markttrends und Projekte der Energie- und Gebäudetechnik an die HTWK Leipzig. Darüber hinaus begrüßte Tagungsleiter Prof. Gero Guzek in diesem Jahr auch den Arbeitskreis Heizungstechnik der HAW-Professoren Deutschlands, zu deren Vorsitz er im vergangenen Jahr gewählt wurde.

Gemeinsam mit dem HTWK-Rektor Prof. Jean-Alexander Müller und Studiendekan der Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik Prof. Jens Schneider eröffnete Tagungsleiter Prof. Guzek am die 13. Fachtagung Energie- und Gebäudetechnik an der Fakultät Ingenieurwissenschaften der HTWK Leipzig.
Die Podiumsdiskussion zum Thema „KI in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung“ mit Kristian Kirpal, dem Präsident der IHK zu Leipzig, HTWK-Rektor Prof. Jean-Alexander Müller, Geschäftsführerin Skadi Berger von der Wiewald GmbH, Dr. Sandra Schumann, Koordinatorin am KMI Leipzig sowie Studiendekan Prof. Jens Schneider offenbarte in welchem Spannungsfeld sich Studierende, Gewerbetreibende und Unternehmen in Bezug auf KI-Anwendungen befinden. Man erörterte nicht nur die täglichen Herausforderungen und Gefahren, sondern auch die Möglichkeiten und Potentiale.
Auf dem Programm der 13. Fachtagung Energie- und Gebäudetechnik 2026 standen ebenfalls eine Ausstellung zu aktuellen Markttends im Foyer sowie lösungsorientierte und spannende Vorträge in parallelen Fachsektionen. Die vier Fachsektionen widmeten sich dem Thema KI in der Gebäudeenergietechnik, KI und optimiertes Bauen, KI in Simulationen und anderen Anwendungen sowie KI in vernetzten Systemen. Die Referentinnen und Referenten konnten in ihren Fachvorträgen durchaus das Potential von KI-Anwendungen aufzeigen.

Wesentliche Botschaften aus der EGT2026:
- KI verändert derzeit sowohl die Gebäudetechnik als auch das Bauwesen grundlegend – von der Planung über den Bau bis zum späteren Betrieb von Gebäuden.
- Wichtige Einsatzbereiche bereits jetzt in Planung, Entwurf, Smart Buildings und Gebäudebetrieb, Baustellenmanagement, Energie und Nachhaltigkeit, digitale Zwillinge
- Im Bauwesen werden KI-Technologien genutzt für:
- Machine Learning
- Deep Learning
- Computer Vision
- Generative KI
- IoT-Sensorik
- Robotik und Sprachmodelle für Dokumentationen und Ausschreibungen
- Vorteile sind bereits jetzt sichtbar:
- Geringere Betriebskosten
- Höhere Energieeffizienz
- Weniger Planungsfehler
- Bessere Sicherheit
- Schnellere Bauprozesse
- Nachhaltiger Gebäudebetrieb
- Zu lösende Herausforderungen:
- Hoher Invest
- Datenschutz bei Gebäudedaten
- Noch unzureichende Standards
- Haftungsfragen bei KI-Entscheidungen
- Zukunftstrends:
- Autonome Baustellen
- KI-gestützte Robotik
- Vollständig vernetzte Smart Buildings
- Generatives Design
- Klimaneutrale Gebäude
- KI-gestützte Sanierung im Bestand.
„Über 170 Anmeldungen haben gezeigt, dass die Menschen das Thema KI bewegt. Weit über 60 Prozent der Befragten in Deutschland sehen KI gefährdend für ihren Arbeitsplatz. Umso wichtiger ist es, Mehrwerte für KI auszuloten und die Risiken zu minimieren. Zunehmend werden es rechtliche Fragestellungen sein, die wir kurzfristig zu lösen haben. Der Mensch wird es sein, KI weiter zu entwickeln und zu kontrollieren. Die Fachtagung hat gezeigt, dass es bereits sehr gute Ansätze gibt, KI in der Wertschaffung, -erhaltung von Immobilien, insbesondere der Energie-, Gebäudetechnik einzusetzen," betont Tagungsleiter Prof. Gero Guzek.