Forschung und Kooperation https://fww.htwk-leipzig.de/forschung-und-kooperation/?type=787 de-de Sun, 26 Jun 2022 15:28:42 +0100

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news-4842 Tue, 05 Apr 2022 10:17:19 +0200 Von der Idee zum Schaugarten: Der LoRaPark Zeitz https://fww.htwk-leipzig.de/no_cache/forschung-und-kooperation/aktuelles-in-forschung-und-kooperation/nachrichtenuebersicht/einzelansicht/artikel/4842/ Angewandte Digitalisierung: FTZ an der HTWK Leipzig an Smart-City-Pilotprojekt beteiligtDie Stadt Zeitz und der umliegende ländliche Raum sehen sich aktuell mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Die Region muss sich vor allem dem Strukturwandel stellen, der mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung verbunden ist. Aus demographischer Sicht ist der Rückgang der Bevölkerungszahl bei gleichzeitig starker Alterung hervorzuheben. Ökonomisch bedeutsam sind der Fachkräftemangel und die wachsenden Durchschnittskosten für Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Daraus ergeben sich Herausforderungen, die über die Attraktivität der Region entscheiden.
Die digitale Transformation kann dazu beitragen, diesen Herausforderungen mit innovativen Ideen und neuen technischen Lösungen zu begegnen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Aufbau eines sogenannten LoRaParks in Zeitz.

LoRa steht für „long range“ und bezieht sich auf eine drahtlose Modulation, die eine Kommunikation mit sehr geringem Stromverbrauch ermöglicht. LoRaWAN ist eine Low Power Wide Area Network-Spezifikation für drahtlose batteriebetriebene oder mit Netzteil betriebene Systeme in einem städtischen, regionalen, nationalen oder auch globalen Netzwerk. Dieses Netzwerk übermittelt wenige Daten über weite Strecken. Das bekannte WLAN kann im Gegensatz dazu viele Daten über eine eher kurze Strecke übermitteln.
Der LorRaPark Zeitz ist ein Smart-City-Pilotprojekt, das vom Digitalisierungszentrum Zeitz (DZZ) gemeinsam mit dem Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) an der HTWK Leipzig und anderen Partnern konzipiert und realisiert wurde. „Mit dem Aufbau des LoRaParks verfolgen wir mehrere Ziele“, erläutert Martina Kuhaupt, Leiterin des DZZ, „zum Beispiel wollen wir sensorbasierte Lösungen und die Funktionsweise des Internets der Dinge auch für Menschen, die mit der Technik bisher nicht vertraut sind, verständlich machen und veranschaulichen. Damit wollen wir vor allem mit dem Aufbau eines digitalen Umfelds in der Stadt beginnen.“ Dieses kann dann die Basis für wirtschaftliche, gesellschaftliche und wissenschaftliche Neuerungen sein. Die technischen Voraussetzungen dafür wurden vom Projektteam Schritt für Schritt realisiert.
Erster Schritt für den Aufbau war die Installation des ersten LoRaWAN-Gateways der Region in ca. 45 Meter Höhe auf dem Rathausturm der Stadt Zeitz im Februar 2022. Damit ist die Grundlage für ein drahtloses, offenes Kommunikationsnetzwerk mit großflächiger Abdeckung geschaffen, denn über die Gateways erfolgt die Datenfernübertragung.

Die Montage der Sensoren im Schlosspark war dann der zweite praktische Teil der Arbeit. Technisch funktioniert das so: die Sensoren kommunizieren mit nahegelegenen Gateways und jedes Gateway ist mit einem Netzwerk-Server verbunden. Die Daten der Sensoren werden von allen Gateways in Reichweite empfangen. Sie werden dann an einen Server weitergeleitet und dort in einer Datenbank gespeichert. Zur Visualisierung der Daten wird die Datenbank über eine Schnittstelle an eine Webseite bzw. die Endgeräte angebunden.

Installiert wurde im LoRaPark Zeitz z.B. ein Sensor zur Messung der Feuchtigkeit in Blumenbeeten, zwei Sensoren zum Parkplatzmanagement, ein Sensor zur Feinstaubmessung sowie zwei Sensoren zur Wasserstandmessung im Johannisteich und im Mühlgraben.

Um die technischen Voraussetzungen, die Motivation und die Umsetzung der exemplarischen Anwendungsfälle nachvollziehbar zu machen, haben die Projektpartnerinnen und Projektpartner eine wissenschaftliche Fallstudie zum LoRaPark verfasst, an der Dr. Andrea Gauselmann vom FTZ an der HTWK Leipzig maßgeblich beteiligt war. Dort geben sie einen detaillierten Einblick über die einzelnen Etappen des Realisierungsprozesses, die Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren und die verwendete Technik, so kann das Konzept auch auf andere Standorte übertragen werden.  Das engagierte Netzwerk, das sich in der Region zusammengefunden hat, trug entscheidend zum Erfolg dieses Smart-City-Projekts in Zeitz bei. Smart City bedeutet aber nicht nur Datensammeln, sondern hat zum Ziel, schnell und zielgenau Schlüsse aus den erhobenen Daten zu ziehen und Maßnahmen abzuleiten, die dann die Lebensqualität und die Standortattraktivität der Stadt erhöhen. Zum Beispiel durch eine smarte Infrastruktur oder eine smarte Energiewirtschaft.

Text: Dr. Andrea Gauselmann

Weiterführende Informationen:

An der HTWK Leipzig wird das Projekt von Prof. Rüdiger Wink, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen, geleitet.

Der Standort und die Reichweite können über den TTN Mapper verfolgt werden unter https://ttnmapper.org.

Die Visualisierung der Daten und viele weitere Informationen können ab  07.04.2022 unter www.lorapark-zeitz.de abgerufen werden.
Die Fallstudie zum LoRaPark Zeitz kann unter https://www.zeitz-digital.de/forschung/ abgerufen werden.

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FW > FakultaetFW_FORSCHUNG
news-4821 Tue, 29 Mar 2022 12:15:00 +0200 Das Digitalisierungszentrum Zeitz eröffnet den „LoRa®Park Zeitz“ https://fww.htwk-leipzig.de/no_cache/forschung-und-kooperation/aktuelles-in-forschung-und-kooperation/nachrichtenuebersicht/einzelansicht/artikel/4821/ Sensor-Anwendungsbeispiele für eine digitale Stadt – Eröffnung am 7. April 2022Das Digitalisierungszentrum Zeitz (DZZ) lädt am Donnerstag, den 7. April, um 15.30 Uhr zur Eröffnung des LoRa®Park Zeitz - aufgrund der Witterungsverhältnisse - ins Digitalisierungszentrum Zeitz ein.

Der LoRa®Park Zeitz ist ein öffentlicher Schaugarten für sensorbasierte Anwendungen. In dem Pilotprojekt des DZZ dreht sich alles um Sensorik, Daten und LoRaWAN-Funktechnologien, insbesondere darum, wie Sensoren und Geräte in einem LoRaWAN-Funknetz miteinander kommunizieren, wie Daten gesammelt und für Jeden einsehbar auf der Webseite des LoRa®Park visualisiert und veröffentlicht werden.

Konzipiert wurde der LoRaPark in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Transferzentrum e.V. (FTZ) an der HTWK Leipzig, das das DZZ wissenschaftlich begleitet. "Der LoRa®Park soll einige exemplarische Anwendungsfälle einer Smart City sowie die Möglichkeiten des Internets der Dinge und der LoRaWAN-Technologie aufzeigen und diese für Jeden verständlich und greifbar machen", erläutert Projektmitarbeiterin Dr. Andrea Gauselmann zu den Zielen des Schaugartens. "Auf dem Rathausturm der Stadt Zeitz haben wir dafür das erste Gateway der Region installiert, über das auch weitere smarte Anwendungen angebunden werden können", ergänzt sie.

Demonstriert werden zunächst fünf verschiedene Sensor-Anwendungen, wie die Messung der Feuchtigkeit in Blumenbeeten, die Überprüfung des Wasserpegels im Johannisteich sowie im Mühlgraben sowie Messung der Feinstaubbelastung in der Rahnestrasse. Zwei Sensoren für das Parkplatz-Management überprüfen den Belegungsstatus der beiden barrierefreien Parkplätze auf dem Parkplatz der Moritzburg. Der LoRa®Park ist skalierbar und soll kontinuierlich ausgebaut werden.

Die Messdaten werden zur Eröffnung des LoRa®Parks Zeitz auf der Webseite www.lorapark-zeitz.de visualisiert.

Zur Eröffnung des LoRa®Park Zeitz sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Christian Thieme erläutert das DZZ den Aufbau und Funktionsweise des Schaugartens.

Im Anschluss informieren Vertreter des The Things Network Mitteldeutschland (TTN) über die Möglichkeiten und den Nutzen dieser Sensor-Technologie anhand der im Park eingesetzten Beispiele und stellen die TTN-Initiative vor. TTN ist eine offene communitybasierte Initiative zur Errichtung eines offenen, freien, d.h. für Jedermann verfügbaren energiesparenden Weitbereichs-Netzwerks für das Internet der Dinge. Es schließt sich auch bei schlechtem Wetter ein gemeinsamer Rundgang zu den einzelnen Sensor-Stationen im wunderschönen Schlosspark Moritzburg an.

Die LoRaWAN-Funktechnologie ist maßgeblich and der Entwicklung digitaler Städte beteiligt. LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“. Über ein solches Netzwerk können bei sehr geringem Stromverbrauch und zu sehr geringen Kosten kleine Datenpakete über weite Strecken hinweg übermittelt werden. Das bekannte WLAN kann im Gegensatz dazu viele Daten über eine eher kurze Strecke übermitteln. Auch für den LoRa®Park ist ein solches Funknetzwerk technische Grundlage.

Der LoRa®Park Zeitz entstand in enger Zusammenarbeit mit der Initiative The Things Network (TTN) Mitteldeutschland, sowie den Unternehmen IoT-Workplace aus Schönberg, der GISA GmbH aus Halle sowie Pepperl + Fuchs SE, ein Hersteller für Sensorik und elektronische Bauteile, sowie dem FTZ an der HTWK Leipzig.

Termin: 7. April 2022, 15.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Digitalisierungszentrum Zeitz im Alten Franziskanerkloster, Klosterkirchhof 2, 06712 Zeitz

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Das Digitalisierungszentrum Zeitz bittet um vorherige Anmeldung unter:
https://www.zeitz-digital.de/events/eroeffnung_lorapark_zeitz/

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Zum Digitalisierungszentrum Zeitz (DZZ). ↗

Direkt zur Einladung ↗

Das Modellvorhaben DZZ wird im Rahmen des Bundesprogramms Region gestalten zu 100% gefördert. Die Förderung gliedert sich in 90% Bundes- und 10% Landesanteil des Landes Sachsen-Anhalt. 

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news-4782 Thu, 10 Mar 2022 08:01:54 +0100 Studie „Digitale Vertriebskanäle im B2B“ https://fww.htwk-leipzig.de/no_cache/forschung-und-kooperation/aktuelles-in-forschung-und-kooperation/nachrichtenuebersicht/einzelansicht/artikel/4782/ Im Rahmen der 3-jährigen Studie soll in jährlichen Befragungen der Stand und die Trends des digitalen Vertriebskanals im B2B-Bereich von Unternehmen untersucht werden. Die Durchführung der Studie wird unterstützt von T-Systems Multimedia Solutions GmbH.Der B2C E-Commerce profitierte besonders durch die Pandemie-Situation und wies in dieser Zeit hohe Wachstumsraten auf. Die digitale Unterstützung im B2B-Vertrieb ist jedoch in Abhängigkeit der Warengruppe, des Wettbewerbs oder der Abnehmer unterschiedlich stark fortgeschritten. 

Im Rahmen der Studie werden insbesondere folgende Fragestellungen untersucht:

  • Welche Bedeutung hat der direkte digitale Vertriebskanal im B2B-Bereich in den Unternehmen und welche Ziele verfolgen diese damit?
  • Wie ist der Stand der genutzten Systeme für den Empfang und die Bearbeitung von Kundenanfragen und/oder der Bereitstellung und Verwaltung eines Standardangebots an Produkten und Dienstleistungen? 
  • Wie werden die Produkt- und Dienstleistungsdaten verwaltet und mit den genutzten Systemen verknüpft?
  • Wie zufrieden sind die Unternehmen mit dem aktuellen Stand und welche zukünftigen Entwicklungen sind geplant?
  • Welche Maßnahmen haben Unternehmen hinsichtlich ihrer Cybersicherheit unternommen? 
  • Welche Relevanz hat der Einsatz künstlicher Intelligenz?

Die Befragung zur Studie wurde gerade gestartet. Mit ersten Ergebnissen ist im Sommer zu rechnen.
 

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